Moderater Koffeinkonsum steht in Verbindung mit geringerem Demenzrisiko

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Während Deutschlands Bevölkerung weiter altert, bleibt Demenz ein wachsendes Thema für die öffentliche Gesundheit. Familien und Gesundheitsexpert:innen suchen nach einfachen Wegen, um die Gehirnfunktion zu schützen. Eine neue groß angelegte Studie legt nun nahe, dass eine alltägliche Gewohnheit helfen könnte. Moderater Koffeinkonsum könnte die kognitive Gesundheit langfristig unterstützen.

Große Studie untersucht Langzeitgewohnheiten

Forschende analysierten Daten von mehr als 130.000 Erwachsenen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Die Teilnehmenden berichteten regelmäßig über ihren Kaffee- und Teekonsum. Die Wissenschaftler:innen verglichen diese Gewohnheiten anschließend mit späteren Gesundheitsverläufen. Dieser lange Beobachtungszeitraum half, klare Muster beim kognitiven Altern zu erkennen.

Die Ergebnisse waren bemerkenswert: Menschen, die täglich zwei bis drei Tassen koffeinhaltigen Kaffee tranken, hatten ein geringeres Risiko, eine Demenz zu entwickeln. Auch wer ein bis zwei Tassen koffeinhaltigen Tee am Tag konsumierte, profitierte ähnlich. Im Vergleich zu Menschen, die keinen Kaffee oder Tee tranken, war das Risiko um etwa 15 bis 20 Prozent verringert.

Entkoffeinierte Getränke zeigten diesen Effekt nicht. Das deutet darauf hin, dass Koffein selbst eine wichtige Rolle spielen könnte. Regelmäßige Koffeinkonsument:innen schnitten zudem bei Gedächtnis- und Denkaufgaben besser ab. Auch der kognitive Abbau schritt bei ihnen offenbar langsamer voran.

Expert:innen betonen ausgewogene Lebensweise

Die Forschenden betonen, dass die Ergebnisse nicht zu übermäßigem Koffeinkonsum verleiten sollten. Vielmehr geben sie Menschen, die ohnehin schon in Maßen Kaffee oder Tee trinken, eine gewisse Sicherheit. Gerade in Deutschland, wo Kaffee fest zum Alltag gehört, dürfte diese Botschaft viele Haushalte ansprechen.

Eine der Studienautor:innen erklärt, dass schon kleine Ernährungsgewohnheiten langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Da Kaffee und Tee weit verbreitet sind, könnten sie Teil praktischer Präventionsmaßnahmen werden. Trotzdem warnen Expert:innen, dass kein Lebensmittel oder Getränk allein Demenz verhindern kann.

Die Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang, beweist aber keinen ursächlichen Effekt. Koffein sollte als ein Faktor unter vielen gesehen werden. Bewegung, ausgewogene Ernährung, soziale Kontakte und ärztliche Vorsorge bleiben entscheidend. Erst das Zusammenspiel dieser Gewohnheiten bietet den besten Schutz für gesundes Altern des Gehirns.