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Doppeltes Vorhandensein des APOE4-Gens in 95% der Fälle mit Alzheimer verbunden

Gesundheit

Forscher haben eine neue genetische Form der Alzheimer-Krankheit identifiziert und festgestellt, dass fast alle Personen, die zwei Kopien des APOE4-Gens in sich tragen, wahrscheinlich an der Krankheit erkranken werden.

Diese Entdeckung gibt neue Einblicke in die genetischen Ursachen der Alzheimer-Krankheit und unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Behandlung und Intervention für Menschen mit hohem Risiko.

Bislang waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass das Tragen einer Kopie des APOE4-Gens die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Alzheimer zu erkranken. Jüngste Forschungsergebnisse, die in Nature Medicine veröffentlicht wurden, deuten jedoch darauf hin, dass es sich dabei um eine grundlegende Ursache handelt, die das Risiko deutlich erhöht und den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit beschleunigt.

Die Studie ergab, dass diese Personen im Alter von 55 Jahren mehr Amyloid – ein Protein, das mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird – in ihren Gehirnen hatten als Personen mit anderen Genvarianten. Im Alter von 65 Jahren wiesen über 95 % dieser Personen abnorme Amyloidwerte im Liquor auf, und fast drei Viertel hatten erhebliche Plaqueansammlungen im Gehirn.

Prompte Behandlung für doppelte APOE4-Träger

In einer Pressemitteilung sagte der Forscher und Direktor des Neurologischen Dienstes des Sant Pau Forschungsinstituts, dass die Daten darauf hindeuten, dass dies nicht nur das Alzheimer-Risiko erhöht, sondern auch den Ausbruch der Krankheit beschleunigt, was die Bedeutung der Entwicklung spezifischer Präventionsstrategien unterstreicht.

Die Ergebnisse sind von großer Bedeutung, da sie darauf hinweisen, dass eine frühzeitige Diagnose und gezielte Interventionen entscheidend sein könnten.

Diese Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass wir die Betroffenen schon in einem jüngeren Alter und in einem frühen Stadium der Pathologie behandeln sollten, da wir wissen, dass die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Fortschreitens der Beeinträchtigung sehr groß ist.

Dr. Reisa Sperling, Professorin für Neurologie an der Harvard Medical School und Direktorin des Zentrums für Alzheimerforschung und -behandlung am Brigham and Women’s Hospital

Die Forscher betonten auch, wie wichtig es ist, die Auswirkungen dieses Gens in verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu verstehen, da sich die meisten früheren Studien auf weiße Menschen europäischer Abstammung konzentrierten.

Das Team verwendete Daten von über 10.000 Personen und über 3.000 Gehirnspendern, um zu seinen Schlussfolgerungen zu gelangen. Sie fanden heraus, dass Menschen, die ein Paar APOE4-Genvarianten besaßen, früher an Alzheimer erkrankten als Menschen, die andere Genvarianten trugen, im Durchschnitt sieben bis zehn Jahre früher.

Die Forscher werden diese Erkenntnisse nutzen, um gezielte Präventionsstrategien und Behandlungen zu entwickeln. Diese Entdeckung könnte auch zu neuen Ansätzen bei der Gestaltung und Durchführung klinischer Studien führen.

Die bahnbrechenden Ergebnisse der Studie liefern neue Erkenntnisse über die genetischen Ursachen der Alzheimer-Krankheit. Diese Forschung ist vielversprechend für die Entwicklung gezielter Interventionen und personalisierter Behandlungspläne für die am stärksten gefährdeten Personen.

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Neueste Kommentare

    Was gab es hier früher?

    Die Charité-Universitätsmedizin Berlin hatte seit 2001 den weiterbildenden Masterstudiengang Consumer Health Care angeboten, der 2004 akkreditiert und 2009 reakkreditiert wurde. Die Gutachterkommission würdigte dabei die Verbindung von Wissenschaft und wirtschaftlichen Erfordernissen im Studiengang als innovativen Ansatz, der für die Studenten mit einem unmittelbaren Nutzen verbunden ist.
    Absolventen dieses wissenschaftlich fundierten und praxisrelevanten Studienganges erwarben damit eine zusätzliche Qualifikation für anspruchsvolle Aufgaben und leitende Funktionen in der Arzneimittelindustrie und in der Gesundheitsversorgung.
    Ab Herbst 2017 ist der Studiengang Consumer Health Care dann jedoch eingestellt worden. Das Institut für Public Health (IPH) der Charité-Universitätsmedizin Berlin bietet weiterführende Masterstudiengänge auf dem Gebiet Public Health und Epidemiologie an. Nähere Informationen finden Sie unter:

    https://iph.charite.de/studium_lehre/

    Nun möchte ich auf diesem Blog meine Gedanken rund um das Thema Gesundheit mit Ihnen teilen.