2023: RCN Sounds Alarm on 'Corridor Care' in UK Hospitals: A National Emergency?, Concept art for illustrative purpose, tags: royal college nursing - Monok

RCN schlägt Alarm wegen „Korridorpflege“ in britischen Krankenhäusern und bezeichnet sie als nationalen Notfall

Gesundheit

Das Royal College of Nursing (RCN) hielt diese Woche seine Jahreskonferenz ab. Die amtierende Generalsekretärin Professor Nicola Ranger äußerte sich besorgt über die weit verbreitete Nutzung ungeeigneter Räume für die Patientenversorgung im NHS. Die Untersuchung des RCN hat ergeben, dass Krankenhausflure und öffentliche Bereiche, einschließlich Parkplätzen und Frakturräumen, für die Behandlung genutzt werden, ein Phänomen, das als „Korridorpflege“ bezeichnet wird.

Der Berufsverband der Krankenschwestern und -pfleger erklärte, dass die ausufernde und allgegenwärtige Nutzung ungeeigneter Räume die Sicherheit der Patienten bedroht. Diese Praxis gefährdet die Patienten, indem sie ihnen den Zugang zu Sauerstoff verwehrt und ihnen die Möglichkeit nimmt, dem Pflegepersonal zu signalisieren, wenn sie in Not sind oder sich unwohl fühlen.

Sie beraubt die Patienten auch ihrer Privatsphäre, da das medizinische Personal sensible Untersuchungen in Sichtweite durchführen muss. Außerdem wird der Komfort der Patienten beeinträchtigt, da sie keinen unmittelbaren Zugang zu den sanitären Einrichtungen haben.

Unsere einst weltweit führenden Dienste behandeln Patienten auf Parkplätzen und in Abstellkammern. Ältere Menschen schmachten stundenlang auf Stühlen und Patienten sterben auf den Fluren.

Nicola Ranger

Krise in der Patientenversorgung

Die umfassende Umfrage des RCN, an der mehr als 11.000 Krankenschwestern und -pfleger in ganz Großbritannien teilnahmen, diente als Grundlage für ihren umfassenden Bericht über das Problem der ungeeigneten Orte für die Patientenversorgung. Diese umfangreiche Datenerhebung machte deutlich, welch tiefgreifende Auswirkungen solche Pflegeleistungen nicht nur auf die Patienten, sondern auch auf das Pflegepersonal haben.

„Sie würden einen Hund nicht so behandeln“, sagte eine Krankenschwester dem RCN.

Die Krankenschwestern berichteten von Fällen, in denen Krebspatienten in öffentlichen Bereichen über ihre Diagnose informiert wurden und Menschen mit Demenz stundenlang ohne Sauerstoff auf den Fluren standen.

Professor Ranger betonte auf der Konferenz den Ernst der Lage: „Das Entsetzen über diese Situation kann nicht unterschätzt werden. Es ist ein nationaler Notfall für die Sicherheit der Patienten.

Der Schattengesundheitsminister der Labour-Partei, Wes Streeting, reagierte auf die Erklärung des RCN, indem er die Konservative Partei für ihren Umgang mit dem Nationalen Gesundheitsdienst kritisierte und behauptete, die Tories hätten die Regierungsbehörde viel zu lange vernachlässigt.

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    Was gab es hier früher?

    Die Charité-Universitätsmedizin Berlin hatte seit 2001 den weiterbildenden Masterstudiengang Consumer Health Care angeboten, der 2004 akkreditiert und 2009 reakkreditiert wurde. Die Gutachterkommission würdigte dabei die Verbindung von Wissenschaft und wirtschaftlichen Erfordernissen im Studiengang als innovativen Ansatz, der für die Studenten mit einem unmittelbaren Nutzen verbunden ist.
    Absolventen dieses wissenschaftlich fundierten und praxisrelevanten Studienganges erwarben damit eine zusätzliche Qualifikation für anspruchsvolle Aufgaben und leitende Funktionen in der Arzneimittelindustrie und in der Gesundheitsversorgung.
    Ab Herbst 2017 ist der Studiengang Consumer Health Care dann jedoch eingestellt worden. Das Institut für Public Health (IPH) der Charité-Universitätsmedizin Berlin bietet weiterführende Masterstudiengänge auf dem Gebiet Public Health und Epidemiologie an. Nähere Informationen finden Sie unter:

    https://iph.charite.de/studium_lehre/

    Nun möchte ich auf diesem Blog meine Gedanken rund um das Thema Gesundheit mit Ihnen teilen.